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12-05-2020

Das typische Chinese State Museum ist ein riesiges monumentales Gebäude, und es erschien zunächst unwahrscheinlich, dass sie auch dem Geschmack von Millennials und Gen Zers folgen würden. Sie haben sich jedoch als bemerkenswert geschickt im Umgang mit jugendlichen Subkulturen erwiesen.

Chinesische Museen priorisieren weiterhin das junge Publikum, zum Beispiel durch die Begeisterung für „Blind Boxes“, eine Praktik, erwachsene Sammlerstücke in undurchsichtigen Boxen zu verpacken.

JT sprach mit Wang Xuesong, Direktor des YAH Lab bei Hylink, um seine Gedanken hinsichtlich des Booms in der Erschaffung von kulturellen Nischenprodukten in chinesischen Museen zu erfahren. Dies ist der zweite Teil des Interviews.

Wang Xuesong teilte mit, dass die Vorteile von Kulturinstitutionen, die ihr geistiges Eigentum (IP) einsetzen, von der Definition von IP im chinesischen Kontext abhänge. Sowohl kulturelle als auch kommerzielle Organisationen hoffen, Spielzeug herzustellen und Produkte zu verkaufen. Diese können von Videospielen über Elektronik bis hin zu Alltagswaren reichen, von denen jedes ihre eigenen Vorteile hat. Sie sprach auch darüber, dass Trends in Gedanken passieren. Wenn die kulturelle Kreativität von Museen somit mehr Freude in unser tägliches Leben bringen und uns ermöglichen würden, eine größere Vielfalt an Schönheit zu erleben, dann könne dieser Trend auch als wirklich wertvoll bezeichnet werden. „Blind Boxes“ zum Beispiel seien nur eine beliebte Art der Kommunikation. Wahre kulturelle Kreativität hänge nicht nur davon ab, die Wurzeln und Tiefen der Kultur zu verstehen, sondern auch zu erkennen, was in der heutigen Gesellschaft einen Wert hat und über was es wert ist zu kommunizieren. Museen sollten sich fragen, ob sie „Blind Boxes“ nur herstellen, um „Blind Boxes“ herzustellen, oder sie diese als Inspiration verwenden, um die Pop Kultur junger Menschen zu verstehen. Wenn das Ziel Inspiration ist, müssen „Blind Boxes“ innovativ sein.

Zum Schluss erwähnte sie, dass Museen Geschichte bewahren, sie seien nicht etwas, das wie Fast Food schnell konsumiert werden könne. Wenn diese Art des Denkens fehle, würde die Art von Produkten, die im Namen von Museen hergestellt werden, immer nur kultureller Abfall sein. Aus diesem Grund sollten alte Kulturen heute nicht vollständig wiederbelebt werden, viel wichtiger sei es, dass Museen jungen Menschen ein Gefühl der Identität bieten, einen Ort, an dem sie wichtige, innovative Ressourcen finden können.


Link zum Originalartikel:

https://jingculturecommerce.com/how-chinese-museums-create-identity-through-cultural-products/

 

(Teil 2 von 2)

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